Einhelliges Lob für den Entwurf
Artikel aus der Saalezeitung vom 19.01.2012
19.01.2012 Ort: Bad Brückenau Von: Ralf Ruppert
Stiftungsrat: Der Architekt stellt das Konzept für den Neubau des Seniorenheimes "Haus Waldenfels" vor. Die Kosten sollen zwischen zehn und zwölf Millionen Euro liegen.
Der Termin gestern war der Bad Brückenauer Bürgermeisterin Brigitte Meyerdierks (CSU) so wichtig, dass sie sogar den ersten Urlaub ihrer 15-monatigen Amtszeit unterbrach: Zehn bis zwölf Millionen Euro will die kreiseigene Carl-von-Heß'sche Stiftung in den kommenden beiden Jahren in Bad Brückenau investieren. In Sichtweite zum Alten Rathaus soll eine Kombination aus Seniorenheim, betreutem Wohnen, Sozialstation und Wohnheim für Behinderte entstehen. Da schlägt natürlich das Herz der Bürgermeisterin höher.
"Das wird ein gutes, ein modellhaftes Projekt", ist sich Landrat Thomas Bold (CSU) sicher. "Das Grundstück ist zentral, stadtnah und gibt uns auch mehr Entwicklungspotential", begründete er die Entscheidung zum Neubau an der Stelle des ehemaligen Krankenhauses anstatt einer Sanierung des bestehenden Seniorenheimes einige hundert Meter weiter.
Projektmanagerin Birgitt Schubert vom Würzburger Büro "WSP Deutschland" stellte dem Stiftungsausschuss einige Eck-Daten vor. Die aktuelle Planung gehe von 90 Heimplätzen aus. In jeweils eigenen Gebäuden sind 15 Wohnungen für betreutes Wohnen und 24 Plätze für Menschen mit Behinderung vorgesehen. Zudem will die Caritas ihren Ambulanz-Stützpunkt vom Sinntor auf das Gelände des zukünftigen Hauses Waldenfels verlegen.
"Wir bauen keinen Querriegel, sondern bauen mit dem Hang", nannte Architekt Dieter Ben Kauffmann einen der Ausgangspunkte für die Planung des Büros "Kauffmann, Theilig und Partner". Zudem sei die Inklusion ein wichtiger Gedanke: "Wir wollen die Farbigkeit aller Lebensformen aufgreifen", sagte Kauffmann. Aus seiner Sicht schmiegen sich die drei Baukörper sehr gut in den Hang ein, und die schmalen Fronten zur Ernst-Putz-Straße hin passen gut zur umliegenden Bebauung.
Das Grundkonzept sieht eine Tiefgarage auf dem Niveau der Ernst-Putz-Straße mit 40 Stellplätzen, Lager und Technik vor. Auf der nächsten Ebene folgt ein großer Marktplatz als zentraler Versammlungsplatz mit Zugängen zu allen drei Gebäuden. Über der Erde stehen die drei Baukörper dann einzeln: das betreute Wohnen stadtnah, das Seniorenheim in der Mitte und das Behinderten-Wohnheim als westlicher Abschluss.
"Es gibt keine Entscheidung, wie's im Detail weitergeht, das muss man nun sehen", antwortete Landrat Bold auf die Nachfragen der Kreisräte zu Themen wie Speiseräume, personelle Besetzung oder technische Ausstattungen. "Im Grunde geht jetzt die Arbeit erst an", gab Bold dem Architekten mit auf den Weg: Der Plan soll heuer fertig werden, im ersten Quartal 2013 soll Baustart und im 3. Quartal 2014 der Umzug sein.
Die Powerfrau hat alles umgekrempelt
Artikel aus der Saalezeitung vom 6.07.2011
06.07.2011 Ort: Bad Brückenau Von: Evelyn Schneider Saale-Zeitung
Abschied: Anni Misch verlässt nach fast 20 Jahren als Leiterin das Seniorenheim "Haus Waldenfels" des Landkreises.
Fast 20 Jahre hat Anni Misch das Seniorenheim Haus Waldenfels in Bad Brückenau geleitet, nun tritt sie in die Freiphase der Altersteilzeit ein. "Am 1. Dezember 1992 kam ich hier ins Haus Waldenfels und traf das totale Chaos an", berichtet sie vom Start, und: "Es gab keine Pflegedienstleitung, der Heimleiter war in unbekannte Tiefen abgetaucht und das Haus war nur zu zwei Dritteln belegt. Leerstehende Räume wurden als Lager für alles Mögliche genutzt - es fehlte an allen Ecken und Enden."
In endloser Arbeit sei es ihr jedoch gelungen, das Seniorenheim Schritt für Schritt aus diesem Chaos herauszuholen. "Zum Glück fand ich damals Mitarbeiter vor, die die Notwendigkeit für Veränderungen erkannten und mittrugen", ist sie voller Dankbarkeit. Jahrelange Baumaßnahmen gehörten zu diesen Veränderungen dazu, und das bei laufendem Betrieb. Besonders am Herzen lag ihr ein erstklassiger Brandschutz, der bald darauf auch griff, als tatsächlich Feuer ausbrach.
Großen Wert legte Anni Misch auch auf die Weiterbildung der Mitarbeiter, die dies jederzeit bereitwillig an nahmen. Deshalb gebe es im Haus Waldenfels bis heute keinen Fachkräftemangel."Mir war immer wichtig, die Stärken der Mitarbeiter zu erkennen und dann auch zu fördern. Sogar bei einigen Zivildienstleistenden ist mir das gelungen. Nicht wenige sind in diesen Beruf eingestiegen und heute in leitender Funktion tätig", ist sie stolz. "Für mich war mein Beruf eine Berufung", zieht Anni Misch Bilanz.
Bei der Verabschiedung bedauerte Landrat Thomas Bold (CSU) den Weggang von Anni Misch. "Wir verlieren mit ihr nicht nur eine vorbildliche Mitarbeiterin, sondern auch eine Führungspersönlichkeit, die sehr engagiert und mit großer Sachkompetenz und Menschlichkeit dieses Haus geleitet hat." Gerade in die Ausbildung junger Nachwuchskräfte habe sie viel Herzblut gesteckt, betonte er. "Ich hoffe, dass ich dich als Fachberaterin weiterhin an meiner Seite habe", sagte die Bad Brückenauer Bürgermeisterin Brigitte Meyerdierks (CSU).
Seit 1.Juni hat Guido Gombarek die Heimleitung inne. Der 45-Jährige hatte bereits zuvor Führungsaufgaben im Haus übernommen. Gelernt hat er dieses Metier von der Pike auf: Der Wildfleckener lernte zunächst Bürokaufmann und wechselte 1990 in die Altenpflege. Zunächst als Altenpflegehelfer. Dann besuchte er für zwei Jahre die Altenpflegeschule in Fulda. Im Haus Waldenfels war er als Wohnbereichsleiter tätig und bildete sich noch zum Qualitätsmanager weiter. Im März wurde er Pflegedienstleiter.
"Man muss schon Idealist sein, um diesen Posten zu übernehmen", ging Gombarek auf die große Verantwortung ein. Sein Ziel sei es, den Standard des Hauses zu halten, das Anni Misch ihm hervorragend geführte überlassen habe. Nun freut er sich auf neue Aufgaben, zu denen in nächster Zeit vorrangig der Neubau des Hauses auf dem Areal des ehemaligen Krankenhauses gehört.
Haus Waldenfels entsteht an anderer Stelle neu
Artikel Saalezeitung vom 03.06.2011
03.06.2011 Ort: Bad Brückenau Von: Karlheinz Franz
Millionenprojekt: Die Bad Brückenauer Altenpflegeeinrichtung soll nach den Plänen der Sozialstiftung auf dem Gelände des ehemaligen Krankenhauses neu gebaut werden.
Das "Haus Waldenfels" in der Trägerschaft der Carl-von-Heß'schen Sozialstiftung ist in die Jahre gekommen. Der Standard des Seniorenheims in der Ernst-Putz-Straße 27 ist nicht mehr aktuell, weshalb ein Neubau an die Stelle der jetzigen Liegenschaft treten soll. Nach Informationen der Stiftungsleitung belaufen sich die Investitionen auf über zehn Millionen Euro. "Haus Waldenfels" soll zentrumsnah auf dem Grundstück des ehemaligen Kreiskrankenhauses errichtet werden.
Die kurz vor der Pensionierung stehende Heimleiterin Anni Misch sieht dringenden Bedarf: "Eine Sanierung des Hauses ließe sich am jetzigen Standort in der erforderlichen Konzeption nicht durchführen. Mancher potenzielle Kunde ist in der Vergangenheit abgesprungen, weil nicht alle Zimmer über Nasszellen verfügen." Sie freut sich für die jetzigen und künftigen Heimbewohner über die neue Einrichtung, die in bester Lage entstehen werde. Ärztehaus, Georgi-Kurhalle und der geplante Fitnesspark für Senioren befänden sich in unmittelbarer Nähe des künftigen "Hauses Waldenfels". Es ist eine von insgesamt fünf solcher Einrichtungen in Bad Brückenau, die Konkurrenz sei groß. Dass die Bereiche "Betreutes Wohnen", zwei Wohnbereiche für behinderte Menschen und ein ambulanter Dienst angegliedert werden sollen, ist in den Augen von Anni Misch "ein super Konzept".
Die langjährige Heimleiterin wird den Neubau zwar nicht mehr mitverantworten, zumal sie in etwa einem Monat in Pension geht. "Ich kann loslassen", erklärt sie und wünscht ihrem Nachfolger eine stets gute Belegung. Das "Haus Waldenfels" verfügt aktuell über 90 Heimplätze. Dazu kommen in der neuen Konzeption noch die beiden Wohnbereiche für behinderte Menschen mit 24 Plätzen und 15 Plätze für betreutes Wohnen.
Landrat Thomas Bold (CSU) sagte in seiner Eigenschaft als Vorsitzender des Stiftungsausschusses, nach der Sanierung und Erweiterung des Dr.-Maria-Probst-Heims in Hammelburg und dem Neubau des St.-Elisabeth-Hauses in Münnerstadt sei jetzt das "Haus Waldenfels" an der Reihe. Eine Sanierung des bisherigen Hauses sei nicht sinnvoll. Deshalb gebe es Überlegen, das Grundstück des ehemaligen Krankenhauses im Besitz des Landkreises dafür herzugeben - per Eigentumsübertragung oder auf Erbbaurechtbasis.
Bold weiter: "Seit ich dem Kreistag angehöre, hat der Stiftungsausschuss noch nie so weitreichende Entscheidungen getroffen wie jetzt". Dass es der Sozialstiftung möglich sei, für den Neubau des "Hauses Waldenfels" und für ein Bauprojekt in Hammelburg bis zu 15 Millionen Euro zu investieren, "ist das Verdienst der Mitarbeiter", die mit ihren Leistungen und dem guten Service eine gute Belegung der Häuser garantierten.
Nach den Plänen der Sozialstiftung sollen in diesem Jahr erste Entwürfe für das neue "Haus Waldenfels" erstellt werden. "Die Umsetzung der Pläne soll bis Ende 2013 erfolgen. Dann soll das Haus bezugsfertig sein." Ob bei der Realisierung des Projektes im zweistelligen Millionenbereich auch private Investoren beitreten, ist derzeit noch offen. Mit dem Dominikus-Ringeisen-Werk als Träger der Behinderteneinrichtung in Maria Bildhausen gibt es bereits eine Kooperationsabsicht.
Verwaltungsleiter Marco Schäfer sagte der Redaktion auf Anfrage, es gebe eine Anfrage von dort im Hinblick auf die Einbindung von zwei Wohnbereichen für 24 Menschen mit Behinderungen. Es sei sinnvoll, Synergien zu nutzen. Heimleiterin Anni Misch sieht in der Absicht von Maria Bildhausen auch den Trend bestätigt, behinderte Menschen wieder vermehrt heimatnah unterzubringen.
Kleiner Wermutstropfen am Rande: Die Heimbewohner müssen einen Investitionskostenanteil tragen, was dazu führen wird, dass die Heimkosten steigen werden. Verwaltungsleiter Marco Schäfer möchte die Teuerung so niedrig wie möglich halten.
10 Millionen Euro für den Bau zweier Seniorenwohnheime
Artikel Main-Post vom 27.05.2011
(dübi) Rund zehn Millionen Euro investiert der Landkreis über die Carl-von-Heß'sche Stiftung in zwei Projekte zur Unterbringung von Senioren.
Der Stiftungsrat stimmte dafür, das Haus II des Dr.-Maria-Probst-Alten- und Pflegeheims (früher Schwesternwohnheim) zu ersetzen. Baubeginn soll voraussichtlich noch 2011 sein. Der Neubau wird sich ans bereits sanierte Haus I anschließen.
Zudem soll im Jahr 2012 auf dem Gelände des ehemaligen Krankenhauses in Bad Brückenau ein Ersatzbau für das Haus Waldenfels begonnen werden.
Für den Neubau in Hammelburg vergab der Stiftungsrat die Planung an das Architekturbüro Spath und die Projektsteuerung an die Firma CBP (beide Würzburg).
Note als Bestätigung, aber auch Ansporn
veröffentlicht am 18.03.2011 auf www.infranken.de
Bad Brückenau, Lkr. Bad Kissingen. Von: Ralf Ruppert
Qualitätsprüfung Das Kreis-Seniorenheim "Haus Waldenfels" in Bad Brückenau erhielt als letzte Einrichtung im Altlandkreis seine Bewertung beim "Pflege-TÜV". Mitarbeiter, Leitung, Stiftung und Bewohner sehr zufrieden mit der Gesamtnote 1,3.
"Jugend für Europa - Jugend in Aktion" - Europäisches Freiwilligenjahr, Jugendliche feiern internationale Weihnacht
veröffentlicht am 9.12.2009 auf rhoenpuls.de
Bad Brückenau, Lkr. Bad Kissingen. Im Sommer kam Anna Mora (22) aus Budapest/Ungarn über das Programm "Jugend für Europa" ins Haus Waldenfels nach Bad Brückenau, um ein Europäisches Freiwilligenjahr zu absolvieren. Im Advent organisierte Anna einen „Weihnachtlichen Europatag“ in der Pflegeeinrichtung an der Sinn. 8 Jugendliche aus Lettland, Norwegen, Frankreich, Türkei und Bulgarien erzählten über Brauchtum und Kultur in ihrem Heimatland, backten gemeinsam mit den Bewohnern der Pflegeeinrichtung süße Leckereien.